Dienstag, 5. April 2022

Abbruch der Fahrt Ostern 2022

 

Am Morgen des 3. April nach einer Nacht auf dem Flughafen in Philadelphia

Die Gruppe konnte es noch gar nicht fassen, dass es wirklich los geht, als wir uns vergangenen Samstag (02.04.) um 5 Uhr morgens am Flughafen in Düsseldorf zur Abreise getroffen haben. Die Motivation war hoch, und gerne hätten wir hier wieder über unseren Einsatz berichtet, doch die Umstände waren gegen uns, sodass der diesjährige Einsatz in den Osterferien kurz vor dem Ziel abgebrochen werden musste.

Eine erste, noch vergleichsweise harmlose Schwierigkeit erzeugte ein gecancelter Flug auf einer Teilstrecke unserer Anreise. Dies führte zu einer mehr als 36-stündigen Zwangspause auf dem Flughafen von Philadelphia. 

Als wir dann trotzdem rechtzeitig für unseren Anschluss nach Haiti in Fort Lauderdale eintrafen, gab es dann wirklich schlechte Nachrichten. Wir erfuhren, dass sämtliche Flüge aus Port-au-Prince nach Les Cayes - und damit zu unserem Einsatzort Torbeck - aus Sicherheitsgründen bis auf Weiteres eingestellt worden waren. Nach intensiver Diskussion und Abwägung aller Risiken, die zurzeit mit dem alternativen Landweg nach Torbeck verbunden sind, haben wir uns gestern schweren Herzens zur Umkehr entschlossen.

Sowohl bei den Auszubildenden als auch bei unseren haitianischen Freunden ist die Enttäuschung übergroß, wurde aber ein wenig durch die Aussicht gemildert, dass wir vielleicht in den Herbstferien einen neuen Versuch starten können. Auf jeden Fall sind wir entschlossen, unser Engagement und unsere Hilfe für die Menschen in diesem geschundenen Land fortzusetzen!

Im Moment sind wir noch am Flughafen in Fort Lauderdale und warten darauf, dass wir in den nächsten Tagen einen Rückflug nach Deutschland bekommen. 





Sonntag, 6. Februar 2022


 

Eine wichtige Säule für unser Haiti Projekt hat heute unsere diesseitige Welt verlassen.

Wir wissen ihn geborgen – jetzt in Gottes Welt.

Fünfmal war Günter mit in Haiti.

Sein Sachverstand, seine Unterstützung und sein Witz fehlen uns jetzt schon!

Haitianer:innen, Freund:innen, Schüler:innen und Kolleg:innen trauern um Günter und beten für Ilse und seine Familie.

Montag, 18. Oktober 2021

Ein riesen Dankeschön!


Wir möchten ein großes Dankeschön an alle aussprechen, die uns unterstützen! Danke an alle Spenderinnen und Spender, nur durch die finanzielle Hilfe ist es möglich, dass wir unsere Arbeit in Haiti fortführen können! 

Ein Dankeschön an alle Arbeiterinnen und Arbeiter aus Torbeck, an einem Tag hatten wir 57 Leute, die an verschiedenen Stellen auf dem Gelände gearbeitet haben! Ohne die vielen helfenden Hände wäre es nicht möglich gewesen, unsere Vorhaben in so kurzer Zeit umzusetzen! 

Schließlich gilt unser Dank den Koordinatoren vor Ort, dem ganzen Team vom Verein Fepoutim und natürlich unseren Lehrerinnen, die jeden Tag tolle Arbeit leisten! 

Und last but not least! Ein riesengroßes Dankeschön an den Mann dahinter! Unseren Bauingeneur Arno Schnichels-Frieters! Von ihm stammen sämtlich Pläne für die Gebäude, die wir in Haiti errichten, inklusive Bewehrung und allem drum und dran! Dankeschön Arno!

Wir sind wieder in Kempen!

Zu Beginn unseres Aufenthalts, die Arbeiten an den
3 Klassenräumen hatten bereits begonnen.

Nach über 36 Stunden Reisezeit sind wir in der Nacht von Donnerstag auf Freitag (14./15.10.) gegen 1 Uhr wieder in Kempen angekommen. Um das zu schaffen, haben wir einige Zwischenhalte und Umstiege hinter uns gebracht!

Glücklicherweise konnten wir die Strecke von Les Cayes nach Port au Prince fliegen und mussten so nicht durch die bandenkontrollierten Viertel mit dem Auto fahren. Besonders vor den aktuellen Nachrichten sind wir sehr dankbar, dass wir so sicher wieder zurückreisen konnten. 
Unsere Gedanken sind bei den Opfern der letzten Entführungen und hoffen, dass sie bald in ihr Land zurückkehren können!

Wir sind sehr froh, dass wir in den kurzen zwei Wochen in Haiti so viel schaffen konnten. Das Waisenhaus hat ein Betondach bekommen und wir haben mit dem Fundament für ein großen Toilettenhaus begonnen. Unser großes Projekt war der Bau des Fundaments für drei weitere Klassenräume, auch das haben wir geschafft! Die Arbeiter konnten am letzten Tag sogar bereits die erste Steinreihe setzen. Nun können die Mauern in unserer Abwesenheit hochgezogen werden und bei unserem nächsten Einsatz werden wir dort die Betondecke gießen.

Die Zeit war wie üblich voller Erfahrungen und Eindrücke, die jetzt erstmal verarbeitet werden müssen! 


Die Baustelle am letzten Tag

 

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Unser letzter Arbeitstag in Torbeck!



Wir können es kaum begreifen, dass unsere zwei Wochen in Torbeck schon wieder vorbei sind. Morgens wurden die Arbeiten am Fundament der Klassenräume weitergeführt. Wir hatten gestern die Bodenplatte des ersten Klassenraums geschafft, und haben heute auch die Platte der nächsten beiden Klassenräume gegossen. Gegen Mittag war diese Arbeit erledigt.



Dann war Zahltag, da für einen Großteil der Arbeiterinnen und Arbeiter die Arbeit erledigt war. Nur ein kleiner Trupp war jetzt noch erforderlich, um mit einer ersten Reihe Hohlblogsteine den Grundriss der Klassenräume festzulegen.

Gegen 18:30 Uhr kam dann der Moment des Abschieds von der Baustelle. Mit einem kleinen Kreis von altbewährten Mitarbeiter:innen und Fepoutim-Mitgliedern beschlossen wir den Abend mit einem kühlen Getränk am Bamboula Beach. Wir kommen wieder – keine Frage. Jetzt ist aber Schluss, wir müssen noch Koffer packen.



Dienstag, 12. Oktober 2021

Der Abschied naht

 


Mit Riesenschritten geht es auf das Ende unseres Aufenthaltes hin, sodass wir genau überlegen müssen, was wir in der verbleibenden Zeit noch schaffen können. Zumal wir dieses Mal statt der üblichen drei Wochen nur zwei Wochen in Torbeck sind.



Da wir mit dem Fundament etwas im Verzug waren, mussten wir heute den Turbogang einlegen, damit wir morgen, am letzten Tag, noch die erste Reihe Steine aufmauern können, um damit den endgültigen Grundriss der Klassenräume und die Positionen der Fenster und Türen festzulegen. Dann können die Arbeiten erst einmal ohne uns weitergehen.

Zweiter Hauptschauplatz war heute das Dach des bereits fertigen Schulgebäudes. Hier haben wir mit Spachtel- und Glättekellen eine Elastomerbeschichtung aufgetragen, um dauerhaft das Eindringen von Wasser zu verhindern.



Nach der körperlichen Arbeit mussten wir abends noch eine Liste sämtlicher angefallenen Ausgaben erstellen.



Montag, 11. Oktober 2021

L´union fait la force

 


Genauso wie letzten Sonntag, haben wir auch heute gearbeitet. Unser großes Ziel ist es, noch die Betonplatte der drei Klassenräume fertigzustellen, bevor wir Mittwochmorgen abreisen. Um das zu schaffen, mussten heute die Zwischenräume der Streifenfundamente gefüllt werden.

Doch heute ist Sonntag, also haben wir den Tag zunächst mit einem kleinen Gottesdienst begonnen. Merites hat mit ein paar Liedern die passende Stimmung erzeugt und unser Pasteur hat eine Andacht gehalten.

Danach ging es dann voller Elan los, besonders die Frauen haben sofort angefangen in Ketten und Eimern die angelieferten Steine in das Fundament zu tragen. Schon nach kurzer Zeit waren die bisher angelieferten Steine dort, wo sie sein sollten. Von da an lief es leider ein wenig holprig. Die bestellten Trucks mit Füllung sind bis zum Mittagessen nicht gekommen, obwohl sie morgens da sein sollten… Aber man macht das Beste aus der Situation, und so hat eine Gruppe von Arbeitern auf den Streifenfundamenten schon die ersten Eisen verrödelt.



Gegen vier Uhr fuhren dann endlich die ersten zwei Trucks mit Sand und Steinen auf unser Grundstück. 20 Fahrten waren geplant, und so sind die Wagen bis in die Nacht hinein immer wieder auf das Grundstück gefahren. Währenddessen hat um 7 Uhr auf der Terrasse der Schule ein Fepoutim Sitzung stattgefunden, an dem wir als Gäste teilnehmen durften. Fepoutim (der Verein, den unsere Partner vor Ort gegründet haben) ist der Träger der Schule und später auch des Waisenzentrums und der Krankenstation.



L´union fait la force – mit diesem Satz der haitianischen Flagge wurde das Treffen beendet. Jetzt ist es schon nach 12 Uhr und wir fallen gleich unter das Moskitonetz.