Mittwoch, 1. April 2026

Ein geteilter Tag - Deniz, Hans, Josue, Robert, Timon und Tom

Auf der Baustelle ging es mit den gestrigen Dingen weiter. Die zwei 1,60 m Stürze waren getrocknet und konnten über die Türen gewuchtet werden. 


Außerdem wurden sämtliche Säulen betoniert und Vorbereitungen für den Ringanker getroffen. Mittlerweile sind überall die Eisen angebracht, sodass morgen betoniert werden kann. 




Kurz vor Feierabend wurden wir (mittlerweile wieder alle gemeinsam) von einem Starkregen aufgehalten, den wir auf der Baustelle absitzen mussten. Heute Abend haben wir noch unseren traditionellen Besuch bei Avril und seiner Familie. Wir freuen uns schon sehr auf den Abend, doch wie es in Haiti gerne mal läuft...wir sind um 18:11 Uhr noch auf der Baustelle und unsere Verabredung beginnt um 18:00 Uhr. Wir lassen uns überraschen, wann wir bei Avril sein werden. 



Ein geteilter Tag - Sarah und Roland

Heute Vormittag hat sich unsere Gruppe aufgeteilt. Sarah und Roland sind mit Ketura nach Les Cayes gefahren, die übrigen von uns zur Baustelle. 

Ketura ist eine Schülerin von uns, die unter Klumpfüßen leidet. Diejenigen, die unser Projekt schon eine Weile verfolgen, werden ihre Geschichte kennen. Leider ist eine Behandlung hier in Haiti kaum bis gar nicht möglich. Wir haben sie heute ins Krankenhaus begleitet, um neue Röntgenbilder zu machen. 


Ketura wird glücklicherweise immer wieder von Frau Schaller physiotherapeutisch behandelt. Das Ehepaar Schaller haben wir 2024 kennengelernt, der Kontakt entstand über den ehemaligen Botschaftsmitarbeiter Oliver Jüngel. Sie leben seit 1998 in Haiti und leisten bewundernswerte Arbeit. Ulrike Schaller arbeitet als Physiotherapeutin und Reinhard Schaller leitet Berufschulprojekte. 

Schaut euch gerne auf ihrer Webseite um:

https://www.schaller-haiti.de/

Sie sind für uns eine große Stütze geworden und sind Ansprechpartner für uns, falls wir medizinische Beratung brauchen. 

Keturas Füße konnte Ulrike leider heute nicht therapieren, da sie im rechten Fuß eine schlimme Entzündung hat. Trotzdem war es gut, dass sie sich ihre Füße anschauen konnte und die erforderlichen Röntgenbilder wurden auch gemacht. 


Dienstag, 31. März 2026

Ringen um den Sturz


Ist die Lage der Fenster und Türen erstmal festgelegt und die ersten Mauern sind an Ort und Stelle, kommt die Frage auf, wie geht es oben drüber weiter?

Um diese Frage drehte sich unser Tag heute. Verschiedene Möglichkeiten standen zur Auswahl: In Haiti ist es üblich, die Fenster und Türen bis zum Ringanker einzubauen, so wird ein zusätzliches Betonieren über den Fenstern vermieden. Roland hatte nun den Wunsch, über die große Durchreiche zwischen Küche und Cafeteria einen großen Sturz auf den Boden zu betonieren und dann einzusetzen. 
Diese Idee wurde relativ schnell wieder verworfen, ein solcher Sturz müsste 3 m lang sein und müsste händisch hochgetragen werden... Bei einer solchen Größe wäre das Gewicht nicht zu stemmen. 
Diese Methode setzen wir nun bei den Türen ein, dort muss der Sturz nur 1,60 m lang sein. Über der Durchreiche haben wir uns entschlossen, einen "Mini-Ringanker" zwischen den beiden angrenzenden Säulen einzubauen.
Das war jetzt viel Erklärung, die Hauptaufgabe der Jungs war heute jedenfalls das Herstellen der zwei 1,60 m Stürze. Und jetzt folgen die entsprechenden Fotos dazu: 








Montag, 30. März 2026

Palmsonntag

Wir sind sehr gut in der Zeit, deswegen konnten wir uns den Tag heute frei nehmen. Die Jungs sind hochmotiviert und wären auch heute zur Baustelle gefahren, stattdessen war erstmal Kirche angesagt.

Hier in Torbeck wird Palmsonntag mit einer Prozession gefeiert. Jeder hat einen Palmenzweig bekommen und gemeinsam gehen die Besucher singend zur Kirche, um die Messe dort fortzusetzen. Wir haben uns angeschlossen und sind mit in die Kirche gelaufen. 

Die Messe stellte dann eine Herausforderung dar, schließlich wurde sie in Kreol gehalten und hat circa 2 Stunden gedauert... Dem einen oder anderen fielen mal kurz die Augen zu, nichtsdestotrotz haben wir uns - soweit es sprachlich möglich war - respektvoll beteiligt. 


Nachmittags sind wir dann zum nahegelegenen Bambula Beach gefahren. Über die Jahre ist es einer unserer Lieblingsorte geworden: Ein kleiner Strandabschnitt, der zeigt wie wunderschön Haiti ist. Die Kontraste liegen hier nah beieinander, beim Mittagessen hatte Josues Bruder noch ausführlich von der Situation in Port au Prince berichtet, die weiterhin furchtbar ist. 

Jetzt lassen wir den Abend entspannt ausklingen, essen gemeinsam und spielen Karten oder Würfeln. 

 


       


Sonntag, 29. März 2026

Unser Vorhaben dieses Jahr



Und plötzlich sind schon zwei Arbeitstage rum...
Wir sind am Mittwochmorgen um 10 Uhr in Les Cayes gelandet und haben es uns natürlich nicht nehmen lassen, mittags direkt auf die Baustelle zu fahren. 

Die haitianischen Arbeiter waren schon startklar und so haben wir sofort mit den Arbeiten an der Küche begonnen. Die Küche ist unser Fokus dieses Jahr. Wir hoffen, sie bis zu unserer Abreise inklusive Betondach fertigstellen zu können.

 
Die erste Aufgabe ist das Einzeichnen der Mauern und Türen. Dann konnte mit dem Hochmauern begonnen werden. Vier Reihen Blocks, dann kommt der erste Ringanker. Dieser wurde gestern betoniert und heute ging es weiter. 
Unser Tag begann damit, dass wir gemeinsam mit Simon und Avril ausdiskutiert haben, wo welche Fenster eingebaut werden: 5 Fenster in der Küche, eine große Durchreiche und zwei Fenster im Vorratsraum. Dabei war nicht nur die Breite ein Diskussionspunkt, sondern auch die Höhe. 

Nachdem das feststand, haben unsere Jungs gemeinsam mit den haitianischen Arbeitern begonnen, die restlichen Bereiche hochzumauern. Die Jungs haben tatkräftig mitgeholfen und ihre Maurerkenntnisse ausgebaut.



Ferienstart!

Auch in Haiti ist am Freitag der letzte Tag vor den Osterferien gewesen. Die Lehrerinnen haben aus dem Anlass ein großes Fest organisiert, bei dem zusätzlich schon ein bisschen Ostern gefeiert und wir begrüßt wurden.

Es war sehr beeindruckend zu sehen, wie das Küchenpersonal und die Lehrerinnen alles vorbereitet haben. An die 20 Leute waren den Vormittag damit beschäftigt, ein großes Buffet aufzubauen. Wir waren überwältigt von der Auswahl und der kunstvollen Gestaltung. 



Dann ging die Feier los. Wir waren völlig überrascht, als eine kleine Prozession, angeführt von einer Saxophonspielerin (für sie hatten wir das Saxophon mitgebracht), aus einigen Lehrerinnen durch die Tische ging. 

Roland nutzte die Gelegenheit, um sich bei den Mitarbeitenden für ihre Arbeit zu bedanken. Wir haben über 20 Mitarbeitende, die tagtäglich auf dem Gelände arbeiten: Darunter sind unter anderen die Lehrerinnen, das Küchenpersonal und unser Hausmeister Marcel.

 




Mittwoch, 25. März 2026

Das Gepäckspiel

Es ist jedes Mal die größte Unbekannte auf unserer Reise: Wie reagieren die Fluggesellschaften auf unser Gepäck?!
Wir sind 9 Leute mit: 11 großen Koffern mit je 23 kg, 4 Handgepäckskoffern, 2 Kamerataschen, eine Drohne, 7 Rucksäcke und das Highlight: eine Saxophon! 
Da fehlen manchmal schlichtweg die Hände... 

Zum Flughafen in New York hatten wir uns ein unfreundliches Uber gebucht, Timon und Tom sind mit 8 Koffern voraus. Wir anderen haben uns mit dem restlichen Gepäck in den Bus gequetscht und mussten für die 3 verbliebenen Koffer noch ein Ticket kaufen. 

Da war die Subway dann regelrecht Luxus. Nach einem kurzen Palaver mit dem NYPD, (einer von uns hatte sich überlegt unerlaubterweise unter der Absperrung in die Subway zu klettern...) waren wir sehr dankbar für die relativ leere Bahn.


Für die Weiterreise in Miami haben wir uns aus der Erfahrung heraus direkt ein Taxi bestellt. Die Hostelmitarbeiterin war sehr freundlich und hat direkt für unser Gepäck mitgebucht! 
Nur noch ein Flug und wir sind endlich in Haiti!! Am Schalter dann die Erkenntnis: Wir dürfen nur 18 kg in unseren Koffern haben... und die Handgepäckskoffer müssen zum großen Gepäck! 
Da hilft nur der alte Trick: so viel anziehen wie möglich! Die Jungs waren schon in Shorts und T-shirt, dann wieder in dicker Jogginghose und mit Jacke. Schnell haben wir noch schwere Dinge in unserem Handgepäck hin und her verteilt. 
So ging es endlich vorwärts! Sie haben das gesamte Gepäck aufgenommen und wortwörtlich alles und jeden gewogen.

 

Stand jetzt: Sarah und Roland bekommen ihr Gepäck in den nächsten Tagen, der Rest sollte gleich mit uns in Les Cayes landen.