Donnerstag, 10. April 2025

Let`s go!

Sarah: "Was haben wir denn heute gemacht?"

Giray: "Die Koffer!"

Sarah: "Die Koffer sind da!!!!" 

Roland: "Juchuuu!"

Giray: "Wir waren beim Großhändler und haben die Toiletten ausgesucht!" 

Jan: "Und wir haben eine Abkühlung bekommen. 7up!"

Josue: "Wir haben heute morgen die Kinder in der Schule besucht. Und die Toilette angeschaut."

Giray: "Wir haben gesehen, wie die verputzen und die Fliesen legen."

Josue: "Und dann haben wir mit der Myriam gesprochen (Direktorin der Grundschule)."


Das fasst es ganz gut zusammen. 

Wir wurden sehr herzlich von den Kindern und den Lehrerinnen auf dem Gelände begrüßt, wir haben zwei Lieder gesungen bekommen!





Ansonsten lag der Fokus heute auf der Planung der Toiletten. In der Toilette der Mädchen wurden bereits die Fliesen verlegt und bei den Jungs sind die Arbeiter zur Zeit noch dabei. 

Wir sind dann zusammen nach Les Cayes gefahren - immer wieder ein Erlebnis auf der Ladefläche vom Pick-up. In einem haitianischen Baumarkt haben wir uns verschiedenen Toiletten und Waschbecken angeschaut und uns schließlich für eines entschieden. 




Danach haben wir Wetten abgeschlossen, wie viele von unseren Koffern wohl angekommen sind... und Simon hat gewonnen, er hat gesagt, es sind alle Koffer da! Damit haben wir nun wirklich alle nicht gerechnet, aber das nehmen wir gerne an! Jetzt können wir endlich unsere Moskitonetze aufhängen!


Der Nachmittag ist heute etwas entspannter, leider regnet es relativ stark. Wir hoffen, dass es die nächsten Tage anders aussieht!

Mittwoch, 9. April 2025

Auf zu neuen Abenteuern!

 

Am Flughafen in Les Cayes

Wenn ihr das hier lest, sind wir erstens gut in Torbeck angekommen, und haben zweitens so gutes Internet, dass wir sogar etwas hochladen können! Das sind doch sehr gute Neuigkeiten!

Jedes Mal sind der Hinweg und der Rückweg ein Abenteuer für sich. Dieses Jahr hatten wir Glück mit der Hinreise. Bis auf 2 Stunden Verspätung nach Miami, die uns nicht weiter gestört haben, lief alles nach Plan. Dieser Plan beinhaltete leider auch eine Nacht in Miami am Flughafen zu verbringen... 

Giray und Jan haben sich direkt auf den Weg in die City gemacht, mit einem Uber ging es super schnell und hat sich laut ihnen sehr gelohnt!

Wir andern haben uns in der Zeit ein Plätzchen für die Nacht gesucht. Roland war begeistert, wir haben in einem kleinen Park umgeben von Flaggen aus der ganzen Welt unser Lager aufgeschlagen. Der Flughafen in Miami ist dermaßen heruntergekühlt, dass es für uns keine Option war dort zu schlafen. Robert, Roland und Sarah haben sich jeweils eine Bank für die Nacht ausgesucht (Beweisfotos s. u.) und Josue hat sich bereit erklärt, unser Gepäck im Blick zu behalten. Er hat also kein Auge zu getan, Musik gehört, ist ein paar Schritte gegangen und hat sich gestreckt, während wir drei alle halbe Stunde eine neue Position auf der Bank ausprobiert haben. Im Laufe der nächsten Stunden haben sich Giray und Jan wieder zu uns gesellt.

 

Gegen 3 Uhr morgens hat Josue uns geweckt, denn die Sprenkleranlage für die Vegetation um uns herum ist angesprungen und hätte uns ohne Warnung komplett durchnässt! Danke Josue! 

Roland hat die Nacht dann auch für beendet erklärt: "Ich weiß nicht mehr, wie ich noch liegen soll, mir tut alles weh. Ich schau mal nach einem Kaffee." Wir andern waren damit durchaus einverstanden, mittlerweile war es auch doch recht kühl...

Und so ging es weiter, zurück in den Flughafen und auf den direkten Weg nach Haiti. Nachdem alle Koffer abgegeben waren, sind wir ohne Probleme in Haiti gelandet. Dort hatten wir einen kurzen Chaos Stopp von einer Stunde in Cap Haitien und sind dann nach Les Cayes geflogen. Leider ist dabei nur einer von unseren sieben Koffer angekommen, die restlichen sind nach dem aktuellen Stand noch in Cap Haitien. Wir werden also in den nächsten Tagen immer mal wieder zum Flughafen fahren und hoffen, dass ein weiterer von uns frische Wäsche bekommt! 

Doch das Wichtigste für uns ist, dass wir alle sicher in Torbeck angekommen sind!

Jetzt wartet auch schon das Essen auf uns, also: bis demnächst! 

Sonntag, 6. April 2025

Es geht wieder los!


Die haitianische Flagge weht wieder vor der Thomaskirche! Das bedeutet, wir machen uns auf den Weg nach Torbeck!

Wir freuen uns sehr, dass es trotz der politischen Lage möglich ist und sind gespannt, was Haiti dieses Jahr für uns bereit hält. 

"Wir" bedeutet:
Giray - Auszubildender im Bereich Anlagenmechanik
Jan - Auszubildender im Bereich Anlagenmechanik
Josue - Haitianer, der seit 25 Jahren in Kempen lebt
Robert - Berufsschullehrer, Kamera
Roland - Berufsschulpfarrer
Sarah - Kamera und soziale Medien

Dieses Jahr möchten wir gerne wieder häufiger Artikel in diesem Blog veröffentlichen und hoffen, dass wir dies vor Ort umsetzen können. Die ausdauernden Leserinnen und Leser können sich also hier auf ausführliche Berichte freuen.

In wenigen Tagen geht es los und so langsam wächst die Aufregung. Uns steht eine Hinreise aus 5 Flügen bevor, also heißt es Daumen drücken, dass alles klappt, wie geplant!!



Sonntag, 25. August 2024

Ein vorerster Abschied in Torbeck


Das Gelände am letzten Tag vor unserer Abreise

So schnell können drei Wochen verfliegen! 
Gerade angekommen, Maurerschnur und Pläne ausgepackt, die ersten Vermessungsarbeiten vorgenommen - nun schon wieder Zuhause, die Koffer ausgepackt und auf die kommende Arbeitswoche vorbereitet. 

Wir konnten aus Zeitgründen den Blog leider nicht so pflegen, wie wir es gerne gemacht hätten, dafür möchten wir uns bei unseren treuen Lesern entschuldigen. Außerdem möchten wir uns für die Unterstützung - in welcher Hinsicht auch immer - bedanken, sei es gedankliche Begleitung, wertschätzende Worte oder auch jeder noch so kleine Geldbetrag, der dringend benötigt wird! Ohne all das wäre dieses Projekt nicht möglich! 

Wir hatten eine bewegende, anstrengende, schöne und herzliche Zeit in Torbeck und haben einiges geschafft. Die nächsten drei Klassenzimmer haben nun ein Betondach und der Bau der Cafeteria und der Küche sind im vollen Gange. Das Bild oben zeigt die Baustelle am Tag vor unserer Abreise, doch die Arbeiten gehen weiter. Die haitianischen Arbeiter werden in den nächsten Tagen das Fundament beenden und die Bodenplatte gießen. 

In den nächsten Wochen beginnen schon wieder die Vorbereitungen für den Hilfseinsatz zu Ostern 2025, kaum zu glauben!!

Bis dahin herzliche Grüße und nochmals vielen Dank für all eure Unterstützung,
Andre, Josue, Kalle, Roland und Sarah




 

Sonntag, 11. August 2024

Schuften in der Hitze

So schnell hat uns das haitianische Leben wieder und die Tage fliegen nur so dahin! Dieses Mal haben wir ein paar Tage länger gebraucht, um uns an die Wetterbedingungen zu gewöhnen, wir merken den Unterschied zu unserer üblichen Reisezeit im April. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit haut die Hitze nochmal anders rein und wir können nur staunen, wie unsere haitianischen Arbeiterinnen und Arbeiter in der knallenden Sonne arbeiten!

Wir haben zwei besonders arbeitsintensive Tage hinter uns: Gestern wurde die Betondecke der drei Klassenräume gegossen - vorgestern alles vorbereitet. Unseren Stammlesern wird es bereits bekannt sein: Betontage sind besondere Tage und es ist immer wieder erstaunlich, wie mit den Mitteln vor Ort in ein paar Stunden alles fertig ist. Dann hatten wir noch Glück, heute Nacht hat es zum ersten Mal sehr stark geregnet, Regen, den die Betondecke hier dringend benötigt.

Parallel haben wir uns an dem Fundament der Cafeteria dumm und dusselig gemessen. Die Maße passten immer wieder nicht und es wurde zum Running Gag, dass wir schon wieder die Maßbänder und Pythagoras gezückt haben, um gefühlt wieder von vorne anzufangen. Dies nimmt aufgrund der Größe natürlich einiges an Zeit ein... Doch gestern Abend eine Stunde nach Feierabend passten endlich alle Längen und rechte Winkel, wie sie sollen!

Den heutigen Sonntag nutzen wir nun, um uns etwas auszuruhen, bevor es morgen voller Tatendrang weiter geht!








Donnerstag, 8. August 2024

Es geht direkt los

Nach unserer 43 Stunden langen Anreise wurden wir wie üblich mit einem sehr leckeren, ausgiebigen Essen begrüßt, was wir sehr nötig hatten. Die Freude sich wieder zu sehen war auf beiden Seiten riesig, insbesondere bei Sarah, die fast drei Jahre nicht hier war. 

Nach einem erholsamen Schlaf unter'm Moskitonetz ging es Montag direkt los!! Die Motivation und der Elan war bei allen riesig und auf der Baustelle fühlt es sich an, als wäre man nicht weg gewesen. Die Spannung war groß, gerade bei den Mitreisenden aus dem letzten Jahr (Josue, Charly und Roland), was sich in der Zwischenzeit auf der Baustelle getan hat. Sie freuten sich sehr, wie weit die Arbeiten voran geschritten sind. 

Die Toilettenanlage und die drei neuen Klassenräume wurden hochgemauert und das Betondach der Toilette wurde gegossen. Eine der großen Aufgaben der nächsten drei Wochen ist das Betonieren des Betondachs auf den Klassenräumen. Der aus dem letzten Einsatz schon vorhandene Rohbau für drei Klassen der Grundschule, wurde in unserer Abwesenheit außen und innen verputzt, gefliest, gestrichen und es wurden Fenster und Türen eingesetzt. Diese Räume werden bereits täglich für den Schulbetrieb genutzt. Obwohl im Moment auch in Haiti Sommerferien sind, trafen wir auf Schüler:innen, die ihre Aufgaben für die Ferien in der Schule mit den Lehrerinnen bearbeiten.

Das zweite große Projekt für dieses Jahr ist die Cafeteria mit angrenzender Küche. Wir wollen während wir hier sind - wie schon die letzten Male - die Fundamente fertig stellen und eine erste Reihe Steine setzen. Mit der Vermessung konnten wir Montag leider noch nicht anfangen. Wir sind zwar gut in Torbeck angekommen, aber nicht alle unsere Koffer, unsere Baupläne sollen uns heute aus Port-au-Prince folgen. Da ist Daumen drücken angesagt! 


Vorbereitungen für das Betondach

Hier wird die Cafeteria angeschlossen 

Das Frühstück haben wir vermisst!


Dienstag, 6. August 2024

Überraschung

Wir sind wieder in Haiti!

Leider mussten wir im April aufgrund der politischen Lage, und weil der Flughafen in Port au Prince gesperrt war, unsere Reise absagen. Nachdem vor einiger Zeit der Flughafen wieder geöffnet hatte, hat es uns keine Ruhe gelassen. Die sicherheitspolitische Lage ist immer noch nicht so, wie man es sich wünscht, doch ein Polizeieinsatz kenianischer Polizisten zeigt insbesondere im Bereich um den Flughafen erste Wirkungen. 

Was in Berichten aus Haiti häufig nicht weiter ausgeführt wird: Port au Prince ist nicht ganz Haiti und die Bandenkriminalität fokussiert sich im Großraum der Hauptstadt. Von diesem Sicherheitsrisiko ist in der Region Torbeck nichts zu merken, die Menschen leben ihren Alltag mit all den Höhen und Tiefen und den Gegebenheiten vor Ort bspw. den Naturkatastrophen, wie sie es bisher auch getan haben.

Deswegen haben wir uns entschlossen einen neuen Einsatz in Haiti zu planen, mit dem Hintergedanken, dass die Situation sich schnell ändern kann und wir kurzfristig wieder absagen müssen. Doch das war nicht der Fall!

Wir sitzen tatsächlich in Torbeck und schreiben unseren ersten Blogeintrag. Wir können es noch gar nicht glauben!